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STADA Marketperformer 24.11.2004
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerte die Aktie von STADA Arzneimittel (ISIN DE0007251803 / WKN 725180) weiterhin mit "Marketperformer".
STADA sei hauptsächlich im Generikageschäft (Nachahmerprodukte) tätig. Neben dem Generikageschäft konzentriere sich das Unternehmen auf Spezial-Pharmaka (Onkologie, Impfstoffe) und den Geschäftsbereich Marken (u.a. rezeptfreie Produkte). STADA sei mit einem Umsatzanteil von knapp 50% noch deutlich auf den deutschen Markt fokussiert, die Internationalisierung des Geschäfts werde fortgesetzt.
Bis zum Jahr 2006 würden in Europa Medikamente mit einem Umsatzvolumen von 5,3 Mrd. Euro den Patentschutz verlieren, wovon Generikahersteller profitieren würden. Der Generikamarkt in Europa, derzeitiges Volumen 6 Mrd. Euro, werde in den kommenden Jahren durchschnittlich um 12% wachsen.
Die zuletzt verhaltene Akquisitionspolitik wolle STADA aufgeben und dieses Jahr deutlich aktiver vorgehen. Die finanziellen Voraussetzungen seien mit der Kapitalerhöhung in 2003 geschaffen worden. Die Kerngeschäftsbereiche sollten durch überschaubare Akquisitionen wachsen, wobei der Fokus auf einzelnen Produktlinien oder Unternehmen, die zur strategischen Ausrichtung passen würden, liegen werde. Insbesondere der Geschäftsbereich Generika solle in den USA, Frankreich und Italien verstärkt werden.
Viel Hoffnung setze das Unternehmen in Biogenerika, wo sich STADA seit 2001 durch Venture-Capital-Finanzierungen engagiere. Wahrscheinlich könnten noch in 2003 erste Studien begonnen werden. In 2006 sei mit ersten Markteinführungen zu rechnen. Im dritten Jahr nach der ersten Markteinführung solle der Umsatzbeitrag der Produktgruppe bei rund 100 Mio. Euro liegen.
Die Zahlen zum 3. Quartal hätten über den Erwartungen gelegen. Der Umsatz sei um 4,5% auf 195,7 Mio. Euro ausgeweitet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 12,8% auf 20,7 Mio. Euro rückläufig gewesen, das Nachsteuerergebnis habe hingegen bedingt durch eine von 41,7% auf 29,5% gefallene Steuerquote um 10,3% auf 12,8 Mio. Euro zugelegt. Im Quartal seien Belastungen von 2,2 Mio. Euro für Mitarbeiterabfindungen angefallen. Positiv sei die Entwicklung im Preiskampf, die Abgabe von Gratispackungen an Apotheken sei zurückgegangen und habe sich normalisiert. Die Umsätze in Deutschland, Spanien und Italien seien schwach gewesen, dahingegen habe sich der Umsatz in Frankreich, Belgien und Großbritannien sehr gut entwickelt. In 2004 halte das Untenehmen die Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich für erreichbar, auch wenn der Zuwachs nach 10 Monaten bei 8% liege.
Für 2005 gebe das Unternehmen einen optimistischen Ausblick, der auf den eingeleiteten Sparmaßnahmen und einem kontinuierlichen Fluss von neuen Produkten basiere. Weiterhin werde eine Entlastung im Bereich der Zwangsrabatte im deutschen Markt erwartet. Vor diesem Hintergrund solle die Rückkehr zum bisherigen Wachstumspfad - prozentual zweistellige Zunahme bei Umsatz und Ertrag - möglich sein.
STADA plane den Eintritt in den russischen Markt. Dazu würden exklusive Verhandlungen mit dem Pharmahersteller Nizpharm zum Erwerb einer 97%-Beteiligung für 80 bis 85 Mio. Euro geführt. Es werde ein zügiger Abschluss der Verhandlungen erwartet.
Der Rückkauf von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10% des Grundkapitals sei geplant. Die zurückgekauften Aktien sollten für Akquisitionen und im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms eingesetzt werden.
Der Konzern habe zur Erreichung der Geschäftsziele ein Sparprogramm in Höhe von 8 Mio. Euro in den Bereichen Herstellung, Vertrieb und Marketing eingeleitet.
Im Juni habe STADA seine Wachstumsprognosen für das laufende Jahr erheblich reduziert. Die Auswirkungen der deutschen Gesundheitsreform würden schwerer als zunächst erwartet wiegen, der Ausblick auf 2005 stimme nun deutlich zuversichtlicher, eine Rückkehr zu den alten Wachstumspfaden scheine mittelfristig möglich. Unsicherheiten würden jedoch vorerst hinsichtlich der Entwicklung der weiteren Belastungen durch die Gesundheitsreform in 2005 und möglicherweise neuen Rabattschlachten im Generikamarkt bestehen. Nach Ansicht der Analysten seien die Aktien auf dem aktuellen Niveau fair bewertet.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die STADA Arzneimittel-Aktie unverändert mit "Marketperformer" ein.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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